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STADA Q3-Ergebnisse durch Einmaleffekte belastet


14.11.2011
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von STADA (ISIN DE0007251803 / WKN 725180) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die Ergebnisse seien wie erwartet von der hohen Abschreibung in Serbien in Höhe von knapp 97 Mio. EUR stark belastet gewesen. Hinzu kämen weitere Aufwendungen u.a. auch für das bereits angelaufene Effizienzsteigerungsprogramm "STADA build the Future". Zwar seien die Sonderaufwendungen für Serbien bereits im Vorfeld bekannt gewesen, doch habe die Summe sämtlicher Einmalaufwendungen im dritten Quartal über dem gelegen, was die Analysten ursprünglich geschätzt hätten.

Der Umsatz habe um +5,6% auf 421,9 Mio. EUR zugelegt, geprägt von einer schwachen Entwicklung in Deutschland und einer starken Entwicklung in Süd- und Osteuropa. Das adjustierte operative Ergebnis habe mit +8,4% auf 60,7 Mio. EUR etwas über dem Konsensus von rund 57 Mio. EUR gelegen. Wie schon zuvor hätten die Ergebnisbeiträge aus dem Segment Markenprodukte über denen aus dem Segment Generika gelegen. Das EBIT sei sehr stark von den erwähnten Abschreibungen in Serbien geprägt gewesen. Das Nettoergebnis und damit Ergebnis je Aktie sei wie zu erwarten negativ gewesen. Positiv würden die Analysten die weitere Reduzierung der Nettoverschuldung von 864,1 Mio. EUR (per 31.12.2010) auf nun 836,5 Mio. EUR werten.

Die FY-Guidance sei bekräftigt worden. Demnach erwarte das Management unverändert eine Steigerung des adjustierten EBITDA im hoch einstelligen Prozentbereich. Auch die Guidance für FY 2014 sei bestätigt worden.


Mit Blick auf Q4 11, das allein schon saisonal bedingt stärker ausfallen dürfte, und die darauf folgenden Quartale seien die Analysten deutlich optimistischer. Rückenwind dürfte es aus Deutschland nach einem guten Abschneiden bei den jüngsten Ausschreibungen von Rabattverträgen verschiedener deutscher Krankenkassen (darunter AOK 6, KKH-Allianz, der Vereinigten IKK und der Techniker Krankenkasse) geben.

Dazu kämen positive Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus der Gruenenthal- und auch Spirigakquisition. Hier dürfte es demnächst zu positiven Anpassungen der Konsensschätzungen kommen, aber auch der FY-Guidance 2014 (Umsatz: 2,15 Mrd. EUR, EBITDA adjustiert: 430 Mio. EUR, Nettoergebnis: 215 Mio. EUR), da die zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge darin noch keine Berücksichtigung finden würden.

Ferner dürfte STADA ab 2012 noch deutlicher von Patentabläufen profitieren. Effizienzsteigerungen aus dem Restrukturierungsprogramm würden ebenfalls hinzukommen. Russland dürfte sich unverändert dynamisch entwickeln. Dies gelte nach Erachten der Analysten auch für Italien und Belgien. Schließlich könnte es nach dem am 10.11. bekannt gewordenen Patronatserklärung der Serbischen Regierung möglicherweise doch noch zu Zuschreibungen eines Teils der wertberichtigten Forderungen kommen.

Vor dem Hintergrund behalten die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Anlageurteil "kaufen" für die STADA-Aktie unverändert bei. Das Kursziel werde nach wie vor bei 25 EUR gesehen. (Analyse vom 14.11.2011) (14.11.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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